Pilgrim von Nautheim

Pilgrim von Nautheim Wappen
Als Tochter eines Ortsadeligen von Nautheim wuchs ich in privilegierter Stellung auf. Nautheim, ein Lehen der Nachkommen Balsans und Friedrich von Dätzingen, liegt südlich der Gemarkung Weil der Stadts und war immer schon ein Erblehen.

 

Nachdem meinem Vater nur Töchter geboren wurden und er mit der Verwaltung von Nautheim beauftragt war, wurde ich als älteste Tochter – trotz des salisischen Rechts – mit zunehmendem Alter meines Vaters mit der Verwaltung des Lehens Nautheim betraut.

Dem Wunsch meines Vaters folgend erhielt ich die Ausbildung eines Ritters mit all seinen Herausforderungen, um unser Lehen „an Mannes statt“ verteidigen und verwalten zu können.
Im Rahmen meiner Reisen im Auftrag meines Vaters in Verwaltungsangelegenheiten lernte ich Michael von Merklingen kennen und lieben. Den Segen unserer Familien erhaltend ehelichte er mich als bald und teilte mit mir meine Pflichten. Durch ihn lernte ich auch Wernher den Fünften kennen.

Als sich jedoch die Herren von Dätzingen durch schlechte Ernten beim Grafen Württemberg in Schuld verfielen, mussten sie Teile ihrer Ländereien an den Grafen zur Tilgung verkaufen. Dieser beschloss uns das Erblehen zu entziehen, da mein Vater eben nur Töchter habe, und setzte einen neuen Lehensnehmer ein.
Zum Glück zeichnete sich ab, dass meine Familie dennoch gut versorgt blieb und so beschlossen mein Mann und ich unsere Dienste Wernher dem Fünften anzubieten und reisen nun seitdem in seinem Gefolge.